Die Zugfahrt ist auch insofern etwas weniger spannend geworden, als die Züge nicht mehr so oft und so lange stoppen und an vielen Stationen kaum mehr Babuschkas ihr feines Essen anbieten, sondern oft durch langweilige Kioske abgelöst wurden. Auch in Omsk wo wir am Morgen kurz ausstiegen war nichts los. Dafür liefen den ganzen Tag unzählige Frauen mit Wollprodukten durch den Zug, die sie bei 30 Grad Hitze verkaufen wollen. Bei der 20. Frau gaben wir nach, denn uns erreichten immer mehr Nachrichten dass unsere Lieben in der Schweiz, die fast am Erfrieren waren und solch warme Sachen wie in Sibirien kann man nirgends mehr kaufen.
In Barabinsk schliesslich wimmelte es am Bahnhof wieder von Waren, auch Fische und vor allem Beeren wurden angeboten. Sehr zur Freude meines Sohnes erstand ich ein grosses Glas Himbeeren für ein paar Rubel, das wir sofort aufassen.