Reiseverlauf
1. Tag:
Anreise nach Ulan Bator. Wie werden am Flughafen herzlich begrüsst und anschliessend zum Hotel gebracht. Nach einer Ruhepause besichtigen wir das Gandan-Kloster, die zentrale buddhistische Stätte der mongolischen Hauptstadt. Der Name dieses Klosters bedeutet „Der Freudvolle“ auf Tibetisch. Das Kloster ist nicht zuletzt ein Ort der Lehre: Es beherbergt eine bedeutende Buddhismusschule und Studienzentren für Astrologie und Medizin. Umgeben wird der Komplex von einer Jurtensiedlung. Diese traditionellen Wohnstätten trifft man in Ulan Bator immer seltener an, schon deshalb lohnt sich ein Spaziergang durch das Viertel. Wir besuchen das Choidschin Lama Museum und den Buddha-Garten. Wenn Sie möchten, besuchen wir auch den sogenannten ‚Schwarzmarkt‘. Der Name stammt noch aus der Zeit des Kommunismus, als hier Waren gehandelt wurden, die anderswo nur sehr schwer zu bekommen waren. Wir werden dann auch Gelegenheit haben, die traditionelle Musik wie den Kehlkopfgesang, die Pferdegeige und den Tsam-Tanz zu bewundern.
2.-3. Tag:
Anfahrt zu Nomadenfamilie. Am frühen Morgen fahren wir nach Uvurhangai. Über eine Graslandschaft erreichen wir am späten Nachmittag die Sandstreifen, bekannt als ‚Mongol Els‘, und den Berg Khugnu Khaan. Hier suchen wir einen schönen Platz und schlagen unsere Zelte auf, um die erste Nacht unter dem Sternenhimmel der Mongolei zu verbringen. Am nächsten Tag erreichen nach einer einstündigen Fahrt die Klosteranlage von Erdene Zuu bei Karakorum. 1586 wurde „Erdene Zuu“ als erstes lamaistisches Kloster der Mongolei gegründet und in den folgenden Jahren fertiggebaut. Am späten Nachmittag erreichen wir den Treffpunkt mit unserem Pferdeführer. Unsere Pferde sind schon eingefangen und warten ungeduldig auf uns. Schon jetzt können wir mit unseren ersten kleinen Reitübungen beginnen und machen uns mit den kleinen mongolischen Pferden vertraut.
4.-6. Tag:
Am folgenden Morgen nach dem Frühstück starten wir unsere Reittour, nachdem wir eine eingehende Einweisung von unserem Pferdeführer erhalten haben. Am ersten Tag dieses Reiseabschnitts reiten wir das Orkhon-Tal entlang in westliche Richtung. Diese Strecke bietet größtenteils gute Reitsrecke und eignet sich hervorragend für das Angewöhnen an die Pferde und die ersten Reitübungen. Am zweiten Tag erreichen wir den Orkhon-Wasserfall. In einem regenreichen Jahr bietet sich ein wahres Spektakel. Ab hier wird das Gelände steiniger und steiler. Der Weg führt teilweise durch enge Bergtäler, so dass wir an manchen Abschnitten der Strecke unsere Pferde an den Leinen führen müssen. In diesem gesamten Teil der Tour reiten wir gemütlich auf unseren Pferden, denn Gepäck und Vorräte befördert ein Begleitfahrzeug, das wir mittags an einem vereinbarten Rastplatz wieder treffen. Dann gibt es eine einfache Brotzeit, denn das Abendessen ist unsere warme Hauptmahlzeit am Tag. An diesen Tagen reiten wir von 15 bis zu 20 km. Je nach Reitgeschwindigkeit erreichen wir ungefähr am 6. Tag unserer Reise Zagaan Azarga. Ab hier müssen wir auf unser Begleitfahrzeug verzichten, denn das Gelände ist mit dem Auto unpassierbar.
7.-8. Tag:
Am frühen Morgen packen wir nur das Allernötigste auf unsere Packtiere, nämlich Yaks, und setzen unsere Tour fort. Über einen steilen Hang erreichen wir schon die Gegend von Naiman Noor. Hier kommen wir nur im Schritttempo voran und daher beträgt unsere tägliche Reitstrecke gerade noch 15 km. Gemütliches Reiten ist angesagt. Schon am frühen Nachmittag erreichen wir den größten der 5 noch übriggebliebenen Seen und schlagen am wunderschönen Bugat („Hirschsee“) unsere Zelte auf. Am Nachmittag reiten wir bis zum See Schireet und kommen abends zurück. Am nächsten Tag brechen wir am Vormittag auf und erreichen Zagaan Azarga schon am frühen Nachmittag. Wir reiten aber etwas weiter und schlagen erst dann unsere Zelte auf.
9.-11. Tag:
Wir reiten über den nördlichen Weg zurück zum Orkhon-Wasserfall. Da wir inzwischen an unsere Pferden und die Strecke gewöhnt sind, legen wir jetzt an diesn Tagen bis zu 30 km zurück. Am dritten Tag dieses Reiseabschnittes erreichen wir die Klosteranlage von Tuvkhun, die letzte Station unserer Reise. Hier wirkte Undur Gegeen Zanabazar, das erste lamaistisch-buddhistische Oberhaupt der Mongolei und ein direkter Nachfahre von Tschingis-Khan. Tuvkhun ist eine ruhige Meditationsstätte. Hoch oben auf den Bergen bietet sie einen atemberaubenden Ausblick in die weiten Bergtäler ringsrum. Seite 4 Im Tal von Aguit, welches bereits am Fuss des Berges liegt, endet dann unsere Reitreise.
12.-13. Tag:
Frühmorgens verabschieden wir uns von unserer Tierzüchterfamilie und treten die Rückfahrt in die Hauptstadt an. Den Nachmittag verbringen wir in den Sanddünen von Elsen Tasarhai oder auch ‚Mongol Els‘ und machen eine Wanderung durch die Singenden Dünen. Nach einer kurzen Fahrt werden wir mitten in der Grassteppe übernachten. Am nächsten Tag starten wir unsere Fahrt so, dass wir am frühen Nachmittag in Ulaanbaatar (ca 260 km.) ankommen. Es bleibt also noch genügend Zeit, um zu packen und je nach Lust und Laune noch einmal ins Leben der Hauptstadt einzutauchen oder einfach zu entspannen.
14. Tag:
Für Ihre Rück- oder Weiterreise werden Sie zum Flughafen oder Bahnhof gebracht.