Wanderreiten im Herzen der Mongolei
Reittour für Reitanfänger - vom Orhon Tal zu Naiman Noor

Die Reittour beginnt im Orhon Flusstal und führt zu den wunderschönen, abwechslungsreichen Landschaften von Naiman Noor, zu deutsch Acht-Seen. Das Hochplateau ist mit dem Auto nur schwer passierbar, aber auf dem Pferderücken lässt es sich perfekt erkunden. Im Orchon Tal gewöhnen Sie sich langsam an die Pferde und können bei Bedarf auch mal in eine schnellere Gangart wechseln, während das urwüchsige Gelände des Naiman Noor zum langsamen Entdecken und Geniessen einlädt.

Wir starten am Südufer des Orhon nahe Bat-Ulzii, einem kleinen Städtchen in der Provinz Uwurhangai. Der Orhon-Fluss bahnt sich hier seinen Weg durch ein weites Tal, rauscht über grosse Lavasteine und durchdringt tiefe Schluchten. Wir ziehen flussaufwärts gen Westen. Die lang gestreckten Ausläufer des Flusstals sind wunderbar geeignet für das Eingewöhnen an die Pferde und die ersten Reitübungen.

Bald erreichen wir den Orhon Wasserfall, der in regenreichen Jahren dem Betrachter ein ganz besonderes Spektakel bietet. Ab hier wird das Gelände steinig und die Route führt durch enge Bergtäler, so dass wir nur im Schritttempo vorankommen.

Nach drei Tagen gemütlichen Reitwanderns erreichen wir Zagaan Azarga, ein weites Bergtal westlich von der Hochebene Naiman Noor. Es ist die Sommerweide für Yaks. Die Yak-Hirten verbringen die Sommermonate meist in den höheren Gebirgslagen, da es den Tieren unten im Flusstal zu heiß wäre. Hier beladen wir Yaks mit unserem Gepäck und Essensvorräten und ziehen ohne unser Begleitfahrzeug weiter.

Das urwüchsige Gelände hoch in den Bergen ist für schnelles Reiten nicht geeignet. So geht es weiterhin gemütlich voran. Nach zwei Tagen Wanderreiten durch die Hochebene von Naiman Noor kehren wir wieder zurück nach Zagaan Azarga und verbringen einen ganzen Tag bei der Familie unseres Yak-Führers.

Auf dem Rückweg erkunden wir die umliegenden Berge abseits der Route. Wir machen einen Abstecher nach Mogoit, zu einer der vielen Heißwasserquellen in dieser Gegend. Auf einer Strecke von etwa 120 km sind mehr als 100 heiße Quellen registriert, die vermutlich unterirdisch miteinander verbunden sind und bis zu 85° C heißes Wasser hervorbringen. Von der Heißwasserquelle wandern wir dieses Mal zu Fuss zu einer Felsenformation, zu Zagaan Had, die von Nomaden als Wohnstätte der Berggeister verehrt wird.

Nach zehn Tagen gemütlichen Reitens kommen wir wieder in Bat Ulzii an und beenden unsere Reittour.

Ortskundige, einheimische Nomaden begleiten uns auf der Tour. Sie werden uns helfend zur Seite stehen. Das Gepäck und die Essensvorräte werden von einem Begleitfahrzeug befördert, welches wir mittags und abends an einem vereinbarten Rast- und Zeltplatz wieder treffen. Unsere Feldküche versorgt uns mit täglich wechselnden landestypischen warmen Mahlzeiten. Sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg besuchen wir wichtige, am Wege liegende, kulturelle Stätten wie das Kloster Tuwhun oder die Klosteranlage Erdene Zuu.

Ihr Reiseprogramm

1. Tag

Anreise nach Ulan Bator. Wie werden am Flughafen herzlich begrüsst und anschliessend zum Hotel gebracht. Nach einer Ruhepause besichtigen wir das Gandan-Kloster, die zentrale buddhistische Stätte der mongolischen Hauptstadt. Der Name dieses Klosters bedeutet „Der Freudvolle“ auf Tibetisch. Das Kloster ist nicht zuletzt ein Ort der Lehre: Es beherbergt eine bedeutende Buddhismusschule und Studienzentren für Astrologie und Medizin. Heute findet das Kloster langsam zurück zu seiner alten Glanzzeit als Zentrum der buddhistischen Lehre des Landes. Anschließend besuchen wir das Nationalmuseum.

Bei einer Folklore-Vorstellung am Abend haben wir Gelegenheit, die traditionelle mongolische Musik wie den Kehlkopfgesang, die Pferdekopfgeige und den Zam-Tanz zu bewundern. Den Tag schließen wir mit einem gemeinsamen Abendessen ab.

 

2. Tag

Wir verlassen frühmorgens Ulaanbaatar Richtung Westen. Unsere Fahrt führt durch weite Gras- und Steppenlandschaften. Gegen Mittag erreichen wir das Naturreservat Hugnu Haan (etwa 280 km). Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter nach Harhorin (Karakorum, ca. 90 km). Hier übernachten wir in einem landestypischen Ger-Camp in einer mongolischen Jurte.

 

3. Tag

Auf der Nordseite des Orhon erreichen wir am Vormittag die abgeschieden gelegene Tempelanlage Tuwhun. Hoch oben auf einem Felsvorsprung bietet sie einen atemberaubenden Ausblick in die weiten Bergtäler ringsherum. Es wundert nicht, dass dieser Ort des Rückzugs und der Meditation eine wichtige Schaffensstätte des Zanabazar, des ersten buddhistischen Oberhaupts und eines der bedeutendsten Künstler der Mongolei, war. Nach dem Besuch des Klosters fahren wir ins Flusstal zu unserem Treffpunkt mit unseren einheimischen Begleitern. Nach einer eingehenden Unterweisung durch unseren Pferdeführer steigen wir auf die kleinen Pferde und beginnen mit ersten Reitübungen. Am Abend gibt es eine besondere mongolische Spezialität, 'Ziege aus der Milchkanne'. Unter dem prachtvollen Sternenhimmel schlafen wir zum ersten Mal auf unserer Reise in Zelten.

 

4.-6. Tag

Am heutigen Morgen beginnt unser Wanderritt. An den ersten Tagen reiten wir gemächlich entlang des Orhon in westliche Richtung. Dieser Streckenabschnitt eignet sich hervorragend, um sich langsam an das Reiten sowie die Eigenarten des Pferdes zu gewöhnen. Am zweiten Tag erreichen wir den Orhon Wasserfall. Ab hier wird das Gelände steiniger und steiler. Der weitere Weg führt teilweise durch enge Bergtäler, so dass wir an manchen Stellen unsere Pferde an der Leine führen müssen. An diesen Tagen reiten wir jeweils lediglich 15 bis 20 km. Am dritten Reittag erreichen wir Zagaan Azarga, ein Seitental westlich der Hochebene Naiman Noor (Acht Seen). Ab hier müssen wir auf unser Begleitfahrzeug verzichten, denn das Gelände ist mit dem Auto kaum zu passieren.

 

7.-8. Tag

Am frühen Morgen packen wir nur das Allernötigste auf unsere Packtiere und setzen unsere Tour fort. Über einen steilen Hang erreichen wir schon die Hochebene von Naiman Noor. Schon vor dem Mittagessen erreichen wir den ersten der acht Seen, den Duruut Noor. Am Nachmittag schlagen wir am Ufer des Bugat Noor unsere Zelte auf und reiten anschliessend weiter bis zum Schireet Noor, den größten der acht Seen, von dem wir erst abends zu unserem Lager zurück kehren. Am darauffolgenden Tag geniessen wir den Vormittag am See und gelangen am Nachmittag nach Zagaan Azarga.

 

9. Tag

Zagaan Azarga ist das Sommerlager für viele Yak-Hirten. Gegen Ende des Sommers ziehen sie wieder ins Tal. Manche Familien verbringen sogar nur den Sommer in den Bergen und in den kälteren Jahreszeiten bleiben sie in der kleinen Verwaltungssiedlung im Zentrum des Soum. Wir verbringen einen ganzen Tag bei den Nomaden.

 

10. - 13. Tag

Heute geht es zurück ins Tal. Inzwischen haben wir uns an das Reiten gewöhnt und können auch längere Strecken zurücklegen. Wir gehen auf Erkundungstouren und machen kleine Abstecher abseits der Strecke in die Seitentäler. Nachdem wir den Orhon Wasserfall passiert haben, gelangen wir wieder in das weite Flusstal. Hier können wir die ersten Galoppversuche starten. Das kleine mongolische Pferd kennt mehrere Gangarten. Dies gilt es jetzt auszuprobieren. Der Höhepunkt ist sicherlich der gestreckte Galopp.

Wir machen einen Abstecher in die südlichen Berge des Flusstals und kommen zu einer Heißwasserquelle, Mogoit genannt, an der wir in einem Ger-Camp übernachten. Am nächsten Morgen wandern wir zu Fuß in die Berge. Uber einen steilen Hang durch einen urwüchsigen Wald erreichen wir Zagaan Had, eine Felsenformation. Dieser heiliger Ort wird von den Nomaden als Wohnstätte der Berggeister verehrt und regelmäßig besucht.

Am Nachmittag reiten wir wieder ins Flusstal mit unseren einheimischen Begleitern. Am Abend feiern wir zusammen mit ihnen in großer Runde den Abschied.

 

14. - 15. Tag

Frühmorgens verabschieden wir uns von unseren einheimischen Begleitern und treten die Rückreise in die Hauptstadt an. Gegen Mittag erreichen wir Karakorum, hier besuchen wir eines der ältesten und größten Klöster der Mongolei, Erdene Zuu. Nach der Besichtigung des Klosters fahren wir weiter nach Elsen Tasarhai. Hier übernachten wir in einem Ger-Camp. Tags darauf setzen wir unsere Rückfahrt nach Ulaanbaatar fort, das wir am Nachmittag erreichen.

 

16. Tag

Der heutige Tag steht zur freien Verfügung. Wir können je nach Lust und Laune noch einmal ins Leben der Hauptstadt eintauchen oder einfach entspannen. Am Abend nach einer Feedback-Runde feiern wir den Abschluss unserer Reise bei einem großen gemeinsamen Abendessen.

 

17. Tag

Da unsere Maschine am frühen Morgen startet, verlassen wir das Hotel im Morgengrauen. Wer möchte, kann ein Frühstückspaket und einen heißen Kaffee bekommen. Unser Begleitteam bringt uns zum Flughafen und verabschiedet uns dort.

Code: NW003

Daten: 28. Juli - 13. August 2017

Dauer: 17 Tage

Preis: ab CHF 2995.- pro Person

Gruppengrösse: 4 - 8 Personen

Eingeschlossene Leistungen: alle Transfer vor Ort (Flughafentransfer, Überlandfahrten in russischen Minibussen und Transport in der Stadt in klimatisierten Fahrzeugen); erfahrenes Begleitteam (deutschsprachige, lokale
Reisebetreuung, Fahrer, Koch, lokale Pferdeführer); 10-Tage-Wanderritt; 3 Übernachtungen in einem Drei-
Sterne-Hotel in Ulaanbaatar; 3 Übernachtungen in landesüblichen Ger-Camps; alle übrigen Übernachtungen in Zelten bzw. Gers bei Nomadenfamilien; Pferde und Reitausrüstung (Ledersattel, Zaumzeug, etc.); Vollpension in der Stadt; expeditionsartige Vollkost auf der Überlandtour; einfache Waschmöglichkeiten auf der
Überlandtour; Sehenswürdigkeiten, Konzerte, Museen und Naturschutzgebiete lt. Reiseverlauf

Nicht eingeschlossene Leistungen: An- und Rückreise ab/bis Ulan Bator; Visagebühren für die Mongolei;jeder Teilnehmer ist verpflichtet einen eigenen Reithelm mitzubringen und zu tragen.

Schwierigkeitsgrad: leicht (Reitanfänger)