Russischer Altai
11tägige Reise mit dem Schamanen Ahamkara

Die unbekannte, mystische Republik Altai ist ein einzigartiges Naturparadies an der Grenze zur Mongolei, Kasachstan und China und steht seit 1998 unter dem Schutz der UNESCO. Für die meisten Sibirier ist der Altai ein Heiligtum, wo die drei wichtigsten Weltreligionen zusammenkommen. Die Landschaft im geografischen Zentrums Asiens gehört zu einer der schönsten in Russland. Nirgendwo sonst gibt es eine solche Vielfalt auf relativ kleinem Raum. Die wunderbaren Nadelwälder sorgen für ein erholsames Klima in dem man neue Kraft tanken kann. Weiter oben wechselt die Gebirgstaiga mit endloser Steppenlandschaft ab. Der heilige Berg Belucha mit seinen 4506 m Höhe gilt als Tor zu einer neuen Welt – Shambala, und wird entsprechend verehrt.

Auch heute noch ranken sich viele Mythen und Legenden um diesen uralten Kulturraum im Herzen des kontinentalen Asiens. Nach der buddhistischen und hinduistischen Mythologie liegt hier das legendenumwobene Shambala, das Königreich, in dem Kalki, die zehnte Reinkarnation des Hindu-GottesVishnu und Maitreaya, der zukünftige Buddha geboren werden.

Die Menschen entwickelten sich in diesem abgeschiedenen Land jenseits von Ackerbau und Viehzucht und glauben, Nachfahren Dschingis Khans zu sein. Tatsächlich gehören sie aber einer noch viel älteren Volksgruppe an, welche vor 9000 Jahren Zentralasien besiedelten. Viele Rätsel aus vergangenen Kulturen warten immer noch darauf, gelöst zu werden.

Für ethnografisch Interessierte gibt es tausende von Felsgravuren, jede mit ihrer eigenen Geschichte, und auch heute noch ein interessantes Volk das zum Reiz eines Besuchs in dieser Region beiträgt. Die schamanische Tradition hat im Verborgenen auch die Kulturrevolution überdauert und tritt nun allmählich wieder ans Tageslicht. Mehr und mehr kehren die Menschen zu ihren Wurzeln zurück und stellen fest, dass ihr Leben dadurch erst einen wirklichen Sinn bekommt. Es gibt Dörfer, in welche auch die Jungen zurückkehren, weil sie den Wert ihres Ursprungs zu erkennen beginnen.

Ihr Reiseprogramm

 

Der ganze Altai ist voller Fundstellen aus alten Zeiten. Vor vielen Jahren fand man im Eis eine tätowierte Frau, welche mit ihren Pferden und viel Schmuck begraben wurde. Durch den Permafrostboden überdauerte ihr Körper nahezu unversehrt eine Zeit von 2500 Jahren. Wegen ihres prachtvollen Grabes und der Grabbeigabe nannte man sie "Prinzessin vom Ukok". Sie wurde geborgen und in ein Novsibirsker Museum gebracht. Seit diesem Zeitpunkt passierten in der Gegend unerklärliche Dinge. Es gab verheerende Erdbeben, Helikopterabstürze und alle möglichen Unglücke. Die Einheimischen glauben, dass die Mumie den Eingang zum Totenreich bewachte und durch ihr Entfernen nun ein Fluch über der Gegend liege. Sie setzten sich für die Rückkehr der Prinzessin ein. Im Jahr 2012 brachte man die Mumie in die Provinzhauptstadt. Man war sich sicher, dass es nicht eine Prinzessin, sondern eine Schamanin war...

Solche und weitere Geschichten gibt es im Altai zuhauf. Wenn Sie sich dafür und für die uralte Tradition des Schamanismus interessieren und über eine gute Kondition verfügen (wir schlafen in Zelten, sind viel in der Natur und unternehmen Wanderungen zum Teil auf Gebirgswegen), dann ist diese Reise das Richtige für Sie.

 

 

1. August

Individuelle Anreise mit dem Zug oder Flugzeug nach Barnaul (nicht inbegriffen, kann separat gebucht über uns gebucht werden). Sie können gerne auch schon früher nach Barnaul reisen und hier bei unserer Gastmutter Marina in der Datscha wohnen…

 

2. – 4. August 

Sie treffen den Reiseleiter in Barnaul und fahren gemeinsam zum Teletskoe See – dem grössten See im Altai. Er ähnelt in vielerlei Hinsicht seinem grossen Bruder, dem Baikalsee. Sein kristallklares Wasser erlaubt eine bis zu 12 Meter weite Sicht. Er ist bis zu 340 m tief und wird von vielen Zuflüssen gespiesen, aber nur durch einen einzigen entwässert. An seinem nördlichen Ende tummeln sich viele Touristen, es gibt mehr als 30 Campingplätze und Ferienhäuschen. Je südlicher man kommt, desto einsamer wird es, und es gibt sogar Ortschaften, die man nur auf dem Wasserweg oder mit dem Geländewagen erreichen kann. Auf der östlichen Seite befindet sich das Naturschutzgebiet, welches sowohl die Landschaft wie auch einen Teil des Sees schützt.

 

5. – 6. August 

Wir besuchen die Karakol Seen – eine Gruppe von sieben schönen Bergseen am Westhang des Iolgo Bergrückens. Hier befindet sich die Wasserscheide zwischen den Flüssen Biya und Katun. Die Seen erstrecken sich von 1800 m inmitten der von Zedern bewaldeten Taiga hinauf bis über die Baumgrenze auf 2100 m inmitten von alpinen Wiesen. Sie sind durch unzählige Flüsse und wunderschöne Wasserfälle miteinander verbunden.

Das erste Stück des Weges legen wir mit dem Geländewagen oder mit Pferden zurück. Danach erwartet uns ein Aufstieg von etwa 5 – 7 km. Nach einem herrlichen Tag im Gebirge kehren wir abends wieder zu unserem Lagerplatz im Tal zurück.

 

7. - 8. August

Wir fahren weiter zu einem Platz mit vielen Felsgravuren. Diese findet man oft im Altai. Am bekanntesten und wohl auch am besten zugänglich sind jene von Kalbak Tash. Hier gibt es mehr als 5000 Bilder. Die ältesten stammen aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Interessant ist, dass es Bilder gibt, welche das Universum abbilden, obwohl die Wissenschaftler erst viel später den Zusammenhang zwischen Himmel und Erde entdeckten!

 

9. - 10. August

Unsere Reise führt uns weiter nach Tungur, dem Ausgangspunkt für die Besteigung des heiligen Berges Belucha. Tungur bedeutet übersetzt „Schamanentrommel“. Wir schlagen unser Lager in der Nähe der Siedlung auf und wenn wir Glück haben, können wir einen Blick auf den mystischen Berg erhaschen.

Der Belucha ist für die Einheimischen ein Symbol der Reinheit des Geistes und stellt den Mittelpunkt des Universums dar. Nach einer uralten Legende heisst es, das während eines Krieges Erdbeben und Überschwemmungen herrschen und viele Menschen sterben werden. Doch vor dem Berg Belucha wird alles aufhören. Es wird eine Frau vom Berg herbeikommen und den Krieg unterbrechen und die Menschen ins Goldene Zeitalter führen. Irgendwo hier befindet sich gemäss der Legende der Eingang zum sagenumwobenen Shambala – dem Königreich des Himmels. Hier gibt es kein Alter, keine Krankheit, keinen Hunger – ja selbst auch keinen Tod. Moderne Mystiker wie Roerich glauben, dass zwischen dem höchsten Punkt des Altai, dem Himalaya und dem Bermudadreieck eine energetische Verbindung bestehe die bis zur Milchstrasse reiche.

Dem Berg Belucha entspringt auch der heilige Fluss Katun und viele weitere Quellen, deren Wasser als heilend gilt. Wer möchte, kann von Tungur aus an einem Trekking zum Fusse des heiligen Berges teilnehmen (optional + 10 Tage, Tourbeschreibung siehe hier).

 

10. August 2017

Nun ist es Zeit, uns von dem geheimnisvollen Land langsam zu verabschieden und zurück nach Barnaul zu fahren. Hier treffen wir am Abend ein und Übernachten entweder bei der Gastfamilie oder im Hotel.

 

11. August 2017

Transfer zum Flughafen oder Bahnhof oder Verlängerungsmöglichkeit im Altai.

Code: AKH-001

Daten: 1. - 11.8.2018

Dauer: 11 Tage

Preis: CHF 1'990.- pro Person bei einer Teilnahme von 2 Personen Mindestteilnehmerzahl: 1 Pers.

Eingeschlossene Leistungen: Einladung für Russland; erfahrener englischsprechender Reiseleiter und Schamane; Transporte im Minibus und z. T. Geländewagen; Übernachtungen in Zelten; 2 Übernachtungen bei einer Gastfamilie in Barnaul (Hotel gegen Aufpreis möglich);Verpflegung während des Aufenthaltes im Altai (aber nicht während der Busfahrten und in den Restaurants);detaillierte Reiseunterlagen mit Tipps und Informationen über die Reiseziele.

Nicht eingeschlossene Leistungen: An- und Rückreise nach Barnaul; Visagebühren; Verpflegung in Barnaul und während der längeren Busfahrten (Restaurant etc.); Reisekrankenversicherung und Reiserücktrittsversicherung

Wichtige Hinweise: Das genaue Tagesprogramm wird unterwegs bekanntgegeben. Die Schamanen halten sich an die Eingebungen aus der geistigen Welt und richten sich danach. Daher können wir kein Detailprogramm im Voraus bekanntgeben. Rechnen Sie aber täglich mit Touren zu Fuss bis 4 Std. und im Geländewagen, nehmen Sie passende Outdoor-Bekleidung und gutes Schuhwerk mit. Wir wohnen während dieser Reise in Zelten abseits von Siedlungen und verbringen die meiste Zeit in der freien Natur. Ebenfalls empfehlenswert ist jeweils ein Vorrat an Getränken und kleine Snacks für unterwegs, sowie Wetterschutz. Eine entsprechende körperliche Fitness wird vorausgesetzt.