Kreuzfahrt auf dem Jenissej
(10 Tage)

Der mächtige Jenissej, Vater aller sibirischen Flüsse, wasserreichster Strom Russlands, Haupttransportader Mittelsibiriens, ein echter Held! Sie machen sich auf den Schiffweg ab Norden und folgen der Route des bekannten Entdeckers Fridtjof Nansen bei seiner Suche nach dem Land der Zukunft. Vor Ihren Augen öffnen sich der schier uferlose Jenissej, die weite Tundra und die grüne Taiga in den südlicheren Breiten. Eindrucksvoll ziehen wechselnde Landschaften an Ihnen vorüber. Und auch das umfangreiche Ausflugsprogramm lässt diese Reise unvergesslich werden!

Ihr Reiseprogramm

1. Tag

Ankunft in Norilsk (Flughafen NSK) mit dem Flug ab Moskau oder Krasnojarsk, Transfer zum Hotel. Freie Zeit zur Erholung von der langen Reise.

Norilsk ist vor allem für seine Nickelbergwerke bekannt. Später im Tagesverlauf Führung im ältesten Haus der Stadt.

Übernachtung im Hotel Talnach ***, Abendessen

 

2. Tag

Nach dem Frühstück Transfer nach Dudinka. Die Hafenstadt Dudinka gilt als ein Tor Sibiriens zur Welt. Aus militärischen Gründen war Dudinka viele Jahre lang eine Art „verbotene Stadt“, in die man nur mit einer Sondergenehmigung reisen durfte. Die Stadt liegt hinter dem Polarkreis auf Permafrostboden und war oft Ausgangspunkt für Forschungsreisende zum Nordpolarmeer.

Stadtrundfahrt, Besuch der Brücke, die den Gefangenen des Arbeitslagers Norilsk (Norillag) gewidmet ist. Führung im Heimatkundemuseum, wo Sie sich in Trachten fotografieren lassen können. Führung im Ethnographischen Museum "Taimyr mou". Hier werden Sie mit der Gastfreundschaft der indigenen Völker des Nordens und mit einer Meisterklasse des Knochenschnitzens bekannt gemacht. Spaziergang entlang dem Jenissej-Kai. Übernachtung im Hotel Severnoje Sijanije**, Frühstück, Mittag- und Abendessen.

 

3. Tag

Ca. um 11:30 gehen Sie an Bord des Dreideckschiffs „Alexander Matrossov“ (Baujahr 1955).  Übernachtungen in einer Zweibett-Kabine (Waschbecken, Garderobe, Dusche und WC auf Deck).

Um 12:00 ist es soweit und es heisst: Leinen los! Sie legen ab zur Fahrt auf einem der gewaltigsten Flüsse Sibiriens. Seinen Ursprung hat er im Süden in der Republik Tuwa. Auf seinem langen Weg Richtung Norden nimmt er unzählige Zuflüsse in sich auf und fliesst meist ruhig und träge durch die endlose Taiga und Tundra.

Durch das canonartige Tal des westlichen Sajan-Gebirge und das Minussinsker Becken, durch Krasnojarsk und vorbei an Jenissejsk bewegt sich der Jenissej dann ständig an Breite gewinnend (im Unterlauf sind es bis drei Kilometer), dem nördlichen Eismeer zu. Im 300 Kilometer langen Mündungsbereich verliert er sich in viele Arme und weitet sich bis auf 50 Kilometer aus. Zum Abschluss, nach 4092 Kilometern, geht der Jenissej sanft in die Karasee über.

Anton Tschechow (1860-1904) schrieb einst: „Die eifersüchtigen Bewunderer der Wolga mögen es mir nicht verübeln, wenn ich sage, dass ich in meinem Leben keinen prächtigeren Fluss als den Jenissej gesehen habe“. Zur Pracht des Jenissej gehört wohl seine unbezähmbare Wildheit. Die Schifffahrt erlangte wegen der monatelangen Eisbildung (acht bis neun Monate) auf den Flüssen nie sehr große Bedeutung. Der Reichtum des Jenissej ist wohl Holz.

Übernachtung auf dem Schiff. Frühstück, Mittag- und Abendessen an Bord

 

4. Tag

Nachts um halb zwei halten wir im Hafen von Igarka - einer Stadt auf Permafrostboden. Am Morgen überqueren wir den Polarkreis. Um 11 Uhr erreichen wir das Dorf Kurejka. Dies war der Verbannungsort von Josef Stalin.

Im nördlichen Sibirien existieren nur noch wenige Nachkommen der Ureinwohner wie die etwa 7000 Dolganen, die von Fischfang, Jagd (Zobel, Hermelin, Schwarzfuchs) und Rentierzucht leben, und die rund 1000 Nganasanen, deren Wurzeln bei alten asiatischen Naturvölkern zu finden sind. Die Waldtundra am Jenissej-Ufer wird von ein paar hundert Nenzen bewohnt. Hinzu kommen etwa 35000 Nenzen (nomadische Rentierzüchter) aus der Altai-Region sowie 1500 Ewenken aus der Baikal-Region.

Von 12.00 - 12.30 Uhr Halt im Dorf Goroschicha.

Veranstaltungen im Lesesaal.

Nach dem Zusammenfluss der Podkamennaja Tunguska zum Jenissej ändert sich die Landschaft: die Küsten werden pflanzenreicher und bewohnter, die Tundra wechselt sich zur Waldtundra: lichte Birken- und Nadelbaumwälder mit einer üppigen Bodenvegetation aus Moosen, hohen Schachtelhalmen, Hahnenfußgewächsen, Heckenrosenarten, Gräsern, Beeren und Pilzen.

18.30 - 19.00 Uhr: Halt in der Stadt Turuchansk

19.30 Uhr: Abendessen am Bord

22.30 - 23.00 Uhr: Halt im Dorf Kostino

Übernachtung auf dem Schiff, Frühstück, Mittag- und Abendessen

 

5. Tag

Das Schiff fährt weiter nach Süden.

03.30 - 03.45 Uhr: Halt im Dorf Baklanicha

05.30 - 06.00 Uhr: Halt im Dorf Wereschagino

07.30 - 08.00 Uhr: Halt im Dorf Surguticha

14.00 - 15.00 Uhr: Halt im Dorf Werchneimbatskoe

17.30 - 18.00 Uhr: Halt im Dorf Tschulkowo

19.00 Abendessen

20.00 Uhr - 20.30 Uhr: Halt im Fischerdorf Bachta

Übernachtung auf dem Schiff, Frühstück, Mittag- und Abendessen

 

6. Tag

03.30 - 04.00 Uhr: Halt im Dorf Bor.

Durchquerung der Stromschnelle Osinowskaja

09.00 Uhr: Frühstück an Bord

10.30 - 11.00 Uhr: Halt im Dorf Worogowo. Worogowo ist das einzige Dorf während der Reise, das die Eigenschaften der Nordbaukunst trägt.

13.00 Uhr: Mittagessen

17.30 - 18.00 Uhr: Halt im Dorf Jarzewo.

19.00 Uhr: Abendessen

Übernachtung auf dem Schiff, Frühstück, Mittag- und Abendessen Jenissejsk


7. Tag

09.00 Uhr: Frühstück an Bord

Das Schiff nähert sich der alten Goldgräberstadt Jenissejsk, der ursprünglichen Hauptstadt dieser Region. Der Ort wurde 1619 als Festung gegründet und diente während anderthalb Jahrhunderten als Haupttor zu Ostsibirien.Der Pelzreichtum lockte viele Industrielle und Pelzaufkäufer an. Der Zobel wurde nicht zufällig zum Symbol der Stadt, sein Bild steht im Wappen seit dem Jahr 1635.

Mit Ihren beinah 400 Jahren ist Jenissejsk die älteste Stadt Sibiriens und steht unter Denkmalschutz. Im Zentrum findet man unzählige massive Holzhäuser mit handgeschnitzten Fensterrahmen, aber auch viele schöne alte Steingebäude begeistern die Besucher aus nah und fern.

Sie unternehmen eine Busfahrt und besuchen das Fotohaus mit seiner einmaligen Sammulung alter Gegenstände. Weiter sehen Sie auf Ihrem Landgang die Kirche des Iversk-Nonnenkloster, Erlöserkathedrale des Verklärungsklosters, die Kirche der Auferstehung, Erscheinungskathedrale, Dreifaltigkeitskirche, Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Ihre Fahrt führt zum Monastyrskoe See (70 km hin und zurück). Der See ist das Altwasser eines Waldflusses mit dem tuwinischen Namen Kem (linker Nebenfluss des Jenissejs). Im 19 Jh. gab es hier eine klösterliche Einsiedelei. Während des „Roten Terrors“ wurden alle Mönche getötet und in den See geworfen. Nach ihrem Tod fror der See, trotz der kalten Winter, ein paar Jahre lang nicht zu. Am Ufer des Sees steht jetzt eine schöne hölzerne Kapelle mit Glocken zum Gedenken an die Getöteten. Hier finden Gebete, Trauerfeiern und Taufen statt. Dem See können Sie heiliges Wasser entnehmen.

Abfahrt von Jenissejsk zur Mündung der Angara in den Jenissej. Übernachtung in einer Pension am Ufer des Jenissejs (komfortable Zimmer). Der Reichtum der wertvollen Fische in diesen Gewässern verhalf der Pension zu ihrem Namen - "Fischerhütte". Störe, Forelle, Felchen, Äsche, Jenissej-Barsche - die Fischgerichte werden hier von erfahrenen Köchen zubereitet.

Übernachtung in der Pension „Fischerhütte“, Frühstück, Mittag- und Abendessen

 

8.Tag

Eine Bootsfahrt zur Insel Karaulnij in der Nähe der Mündung der Angara. Besichtigung der Insel. Sie hören Legenden von der Angara und dem Jenissej und können in den sanften Gewässern des Flusses Angara schwimmen (ihr Wasser kann sich bis 20° C erwärmen),Sonnenbaden. Picknick mit Zubereitung einer leckeren Fischsuppe. Busfahrt nach Krasnojarsk. Am Abend Ankunft in Krasnojarsk, Übernachtung im Amaks City Hotel. * Übernachtung im Amaks City Hotel 3*, Frühstück, Mittag- und Abendessen

 

9. Tag

Stadtrundfahrt in Krasnojarsk Der Tag beginnt mit einer Stadtrundfahrt, während der können Sie besichtigen: das Denkmal des Stadtbegründers Andrej Dubensky mit einem Aussichtspunkt; den Pokrovskij-Hügel mit der Kapelle von Paraskewa-Pjatniza (1855) auch mit einem Aussichtspunkt; Maria-Verkündigung-Kirche, Pokrovsky-Kathedrale und eine katholische Kirche. Außerdem fahren wir dem Jenissej-Kai und der Mira-Straße entlang mit dem Puschkin-Schauspielhaus und Opernhaus. Ausflug zum Städtchen Diwnogorsk mit dem riesigen Krasnojarsker Wasserkraftwerk. Die Jenissej-Ufer sind durch beindruckende Brücken verbunden, sie gehören zu den größten Brücken in Asien. Die älteste Autobrücke in der Stadt ist die Kommunale Brücke. Auf einer Waldstraße Richtung Diwnogorsk fahrend, kann man immer wieder den majestätischen Jenissej sehen. An seiner Seite befinden sich viele kleine sibirische Dörfer und einmalige Naturdenkmäler. Bei einem Stopp an der Aussichtsplattform „Zar-Fisch“ schauen Sie auf den Jenissej und das Dorf Ovsjanka. Der Endpunkt Ihrer Reise ist das Städtchen Diwnogorsk und das Krasnojarsker Wasserkraftwerk (Außenbesichtigung), mit einer Leistung von 6000 Megawatt eines der größten der Welt. * Übernachtung im Amaks City Hotel 3*, Frühstück, Mittag- und Abendessen

 

10. Tag

04.00-05.00 Gruppentransfer nach dem Flughafen. Wenn Sie lange in Krasnojarsk bleiben, bis max. 12:00 Auschecken. * Frühstück

Preis: ab CHF 2595.- Person

Im Preis enthalten: Reiseleitung (Deutsch oder English sprechend)

Transport (Minibus) inkl. Transfers Flughafen NSK-Hotel Norilsk, Amaks City Hotel-Flughafen Jemeljanowo, Schifftickets (1. Klasse, Einzel- oder Zweibettkabinen, in jeder Kabine gibt es ein Waschbecken – Dusche und WC auf dem Deck)

Zweibettzimmer im Hotel Talnach (1 Nacht), Sewernoje Sijanije (Dudinka, 1 Nacht), Amaks City Hotel (Krasnojarsk, 2 Nächte)

Pension „Fischerhütte“ (Jenissejsk, 1 Nacht)

Eintrittstickets zu Museen, Verpflegung laut Programm, Krankversicherung, Polarkreis-Genehmigung für Ausländer, Visa Support

Im Preis nicht enthalten:

Flugtickets nach Norilsk und ab Krasnojarsk, extra Leistungen, Frühstück und Mittagessen am 1. Tag Einzelzimmerzuschlag